HPI - Programmierbare Digital Zündanlage

HPI steht für “Horse Power Ignition ”, einer Firma im belgischen Städtchen Bree die sich nun bereitsHPI-Emblem-1 seit 30 Jahren mit der Leistungssteigerung von Motoren von Zwei und Vierradfahrzeugen befasst. Neben dem Bau und Vertrieb von Zündanlagen für Motorräder verdient die Firma hauptsächlich ihr Geld mit dem Verkauf von Chiptuning-Sätzen für Benzin und Diesel Pkws.

HPI-1

Für Bahnsportler interessant ist dabei die frei programmierbare  HPI Racing Zündanlage mit Innenrotor, wie sie links abgebildet ist. Dadurch ist es möglich Kennfelder zu programmieren die microsekundengenau zünden. Mittels mitgelieferten Interface und dem dazugehörigen Computerprogramm TuneBox können hier zwei verschiedene Zündkurven programmiert werden, zwischen denen dann während der Fahrt mittels eines am Lenker befestigten Schalters gewechselt werden kann. Eine verbesserte Kontrolle der Traktion am Hinterrad im Drift, dadurch höhere Kurvengeschwindigkeiten sowie früheres Herausbeschleunigen aus der Kurve ohne unkontrolliertes Ausbrechen des Hinterrads auf harten oder rutschigen Bahnen, all diese Vorteile hat eine optimal auf die Bahn abgestimmte Zündkurve.  

HPI-Tune-Box

Auch verschiedene Höchstdrehzahlen  können einprogrammiert werden wodurch zum Beispiel am Start ein Überdrehen des Motors verhindert wird. Ein Problem was bei den 250er Motoren häufig zu Motorschäden führte. Ist die Drehzahl z.B.beim Start auf 9000/min. begrenzt, kann der Fahrer den Gasschieber voll aufdrehen  ohne Angst um seinen Motor haben zu müssen. Nach erfolgten Start legt der Fahrer den Schalter um und hat sofort das HPI-SchnittHPI-Innenrotorvolle Drehzahlband zur Verfügung. Für das Programieren der Zünd- kurven (für eine bestimmte Bahn ) werden Informationen benötigt, die teilweise vorher mittels einer Datenaufzeichnung bei entsprechenden Test- fahrten gewonnen werden müssen. Normalerweise ist die werksseitig programmierte Zündkurve und ein Leistungsprotokoll eines Prüfstandlaufes Ausgangspunkt für alle dann anstehenden Überlegungen zur „Neuprogrammierung“.
Am besten ist es die Maschine vor dem Umbau hinsichtlich Übersetzung und Vergaserbedüsung optimal auf die Strecke abzustimmen und anschließend bei einer Testfahrt mittels Data- Recording (z.B.
AIM- MyChrom 3Plus) die notwendigen Daten für Drehzahl, Geschwindigkeit und Querbeschleunigung aufzuzeichnen aus denen anschließend ein Streckenprofil ermittelt und entsprechend am Computer aufbereitet wird. Will man zum Beispiel eine Rundenzeitverbesserung durch eine optimierte Zündkennlinie erreichen, ist der Drehzahlverlauf in den einzelnen Streckenabschnitten von besonderem Interesse. Anhand der Steilheit der Kurve in den Beschleunigungsphasen (z.B. nach einer Kurve) lassen sich so entsprechende Schlüsse ziehen.. Der wichtige Drehzahlbereich liegt für die Beschleunigungsphasen zwischen 7.000 und 9.000 U/min, und für die graden Streckenabschnitte bis knapp über 10.500 U/min. Ausgehend von der aus der Datenaufzeichnung gewonnenen Basiskurve kann man nun eine zweite Zündkurve  mit +2° mehr Vorzündung erstellen und die Veränderung der Runden oder Beschleunigungszeiten auf einer Testfahrt messen. Stellt sich nicht der gewünschte Erfolg ein kann man HPI-Interface-1die Vorzündungswerte dementsprechend erhöhen oder verringern. Die Werte können immer in 100/min. Schritten angepasst werden. Das Lesen und Interpretieren dieser Kurven erfordert allerdings einiges an Erfahrung und sollte nach Möglichkeit den Fachleuten überlassen werden.
Einer dieser Fachleute ist der Berghauptener Tuningspezialist Bernd Zapf (
BZ-Tuning), der HPI-Zündanlagen nun schon seit einigen Jahren verbaut und damit vollauf zufrieden ist. Den Hauptvorteil gegenüber anderen Zündanlagen sieht der Schwarzwälder in dem großen Innenrotor. Mit seinen  62 mm Durchmesser erreicht er eine sehr hohe Umfangsgeschwindigkeit die sich positiv auf die Zündspannung auswirkt. Auch Seitenwagen Multi- Champion Tommy Kunert setzt diese Anlage sehr erfolgreich im Gespann ein, worin auch einer der Gründe für seine Superstarts zu sehen ist.
Wer Fragen zu weiteren technischen Details und  Preisen zur
HPI-Racing Zündanlage hat, kann sich direkt an Bernd Zapf unter der unten stehenden Adresse wenden.

BZ-Tuning (Bernd Zapf)
Bottenbach 32
77791 Berghaupten        
                Tel. :07803/601200              www.bz.tuning.de 

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Nuxoll Zündbox

Andreas Nuxoll aus Dinklage hat sein Angebot an Zündboxen erweitert und bietet nun auch eine Zündbox für den liegenden GM- Motor an. Die Box ist sowohl für den kontaktlosen als auch für den Betrieb mit Zündkontakten geeignet. Beim kontaktlosen Betrieb wird die Kurbelwellenstellung mittels eines an der Kurbelwelle angebrachten induktiven Gebers ermittelt. Dieser sogenannte Triggerkit besteht aus der Grundplatte mit abgewinkeltem Stecker und der Geberscheibe. Die Zündbox mit dem vierpoligen Anschlußstecker besitzt mehrere 8,4 Volt Akkus.

Nuxoll-4-polig-1

4-polige Zündbox für laydown GM-Motoren

Nuxoll-GM-2

  GM-Zündgehäusedeckel mit Induktivgeber


Nuxull-BoxGross-1 Nuxull-Ladekabel Nuxoll-Halter-2

Außerdem neu ist die große 14 Volt Highend Zündbox mit Ladekontrollanzeige über verschiedenfarbige kleinere LEDs. Grün bedeutet das der Akku voll geladen ist, gelb steht für einen schwachen aber noch ausreichenden Ladezustand und bei rot leuchtender LED muß der Akku geladen werden. Die etwas größere grüne LED zeigt an das die Box eingeschaltet ist und die rote LED dient zum Einstellen des Zündzeitpunkts.
Auf dem Bild in der Mitte das neue Ladegerät womit die Akkus, von jeder 220 V Steckdose aus, aufgeladen werden können. Daneben die aus rostfreien Edelstahl bestehende Zündboxhalterung


Nuxxoll-Zündbox

Neben den oben genannten Zündboxen bietet Andreas Nuxoll weiterhin auch seine Universal Zündbox für alle Speedwaybikes  zum Kauf an. Der Aufbau der Box ist fast identisch mit den früher erhältlichen Boxen von Interspan und anderen. Neu ist ein sicher einrastender 3-poliger Stecker, der sich während der Fahrt nicht lösen kann. Die Box ist in Blau- Glitter lackiert, ist aber auch in schwarz oder in einem normalen Alugehäuse zu bekommen. Als Ernergiequelle dient ein 7,2 Volt Akkupack der auch  nur mit einen Ladegerät aufgeladen werden kann  und nicht wie früher bei den Zündboxen üblich, an einer Autobatterie. Dadurch ergibt sich eine wesentlich gleichmäßigere und schonendere Ladung was sich positiv auf die Lebensdauer der Akkus auswirkt. Eine grüne LED leuchtet auf, sobald die Box eingeschaltet wird , während die rote LED in dem Moment aufleuchtet wenn der Kontakt des Gebers geschlossen ist, wodurch sich der Zündzeitpunkt sehr exakt einstellen läßt.

Andreas Nuxoll bietet die Box zum Sonderpreis von 160,- € an und steht für weitere Auskünfte gern telefonisch oder per Mail zur Verfügung. Neben neuen Zündboxen hat er auch Halter, Kabel sowie gebrauchte Boxen in seinem Programm. Außerdem bietet er einen Reparaturservice für defekte Zündboxen an.

Tel.04443/1703
Andreas Nuxoll
Mail :
NR-Elektronics@web.de

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Zündunterbrecher (Ignition cut-out )

Eine Änderung in den FIM Vorschriften für Zündunterbrecher, dem sogenannten “Totmacher”,der im Fall eines Sturzes die Zündung unterbricht und so verhindert das die Maschine unkontrolliert weiterläuft, hat bei den ersten Prädikatsläufen für einige Verwirrung unter den aktiven gesorgt. Reichte es bisher aus den Zündstrom mittels Masseschluss zu unterbrechen verlangt die Neue Vorschrift das der Primärstrom der Zündspule plusseitig unterbrochen wird.

TrackRules-2008

Maßgebend sind die Technischen Vorschriften der FIM für Track Racing, wo in der Ausgabe 2008  unter Punkt 37.02 die Details für den    Zündunterbrecher neu festgelegt wurden. Dieser Paragraph besagt folgendes:                                  Ein Zündunterbrecher muß am Lenker, so nahe wie möglich am Gasgriff montiert sein. Der Schalter muss den Primärstromkreis der Zündspule durch einfaches ziehen an einem nichtelastischem Seil von maximal 30 cm Länge, welches um das rechte Handgelenk des Fahrers gestreift ist, unterbrechen. Es ist nicht ausreichend den Stromkreis durch Erden zu unterbrechen.

Engine-Stop-neu

Das heißt nichts anderes, als das der Gesamte Primärstrom über den Schalter des Zündunterbrechers fliessen muss. Um dabei unnötige Übergangswiderstände zu vermeiden wurden bei den FIM zugelassenen Zündunterbrecher die Kabel soweit  verlängert, das der Anschluß direkt an der Zündspule erfolgen kann.

EngineStop-neu

Einer der ersten von der FIM zugelassenen Zündunterbrecher von der Firma FOXY Race Products aus England. Diese Firma wird vom früheren Speedway und Langbahn GP-Piloten Andy Smith geführt. Der Preis liegt bei ca.50,-€ für die Wassergeschützte Version.

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Ebenfalls FIM zugelassen ist der Original JAWA Zündunterbrecher .Dieser Schalter stellt den Kontakt über zwei federlelastete Stifte her die bei aufgesteckten Stecker durch eine in der Gummikappe integrierte Metallplatte mit- einander verbunden werden. Der Preis dieses Schalters liegt bei ca. 40,-€, benötigt aber für die Montage am Lenker eine Zusatzhalterung.


Engine-Stop-alt

Bei vom DMSB genehmigten Nationalen und Internationalen Rennen weiterhin zugelassener Zündunterbrecher mit Massekontakt.

Die oben beschriebene neue Regelung gilt bisher nur für von der FIM durchgeführte Prädikatsläufe wie WM und EM -Läufen. Im Zuständigkeitsbereich des DMSB können weiterhin die bisherigen Schalter verwendet werden. In den Technischen Bestimmungen des DMSB mit Ausgabe vom 18.01.2008 heißt es:
Ein Zündunterbrecher muss am Lenker, so nahe als mög- lich am Gasgriff montiert sein. Dieser Zündunterbrecher muss den Primärstromkreis unterbrechen und wird durch ein nicht elastisches Seil von maximal 30 cm Länge, dass um das Handgelenk des Fahrers gestreift wird ausgelöst. Ein Spiralkabel, das im ausgezogenen Zustand nicht länger als 60 cm ist, darf verwendet werden.
Der Lenker oder die Gabel darf nicht als Leiter fungieren. Der Kontakt zwischen dem Zündunterbrecher und dem Rahmen muss durch ein Masse-Kabel hergestellt werden.

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