TIMA-Motor

Dieser Motor wurde 1976 von den beiden finnischen Freunden Timo Sinkkonen und Markku Helminen hergestellt. Sinkkonen war damals als Eisspeedwayfahrer unterwegs und betätigte sich auch als Motorentuner. Sein Freund Markku Helminen, ein gelernter Diplom-Ingenieur, war 1977 als Speed- wayprofi  für Leicester in der britischen Liga unterwegs.Ziel der beiden war es, einen wettbe- werbsfähigen Speedwaymotor mit 4 Ventilen herzustellen. Als Basis diente dabei das Kurbelgehäuse des JAWA -OHV-Zweiventilers, welches mit vielen neuentwickelten hochwertigen Teilen versehen wurde. So war zum Beispiel die Zylinderlaufbuchse von Jawa aber der Zylinder selbst eine Eigenkonstruktion, die vermutlich in den Flugzeugwerken VALMET in Tampere hergestellt wurde. Der Kolben  und die Ventilfedern waren Spezialkonstruktionen aus der Rennmotorenschmiede COSWORTH. Der Zylinderkopf und die zwei oben liegenden Nockenwellen wurden mittels eines CAD-Computerprogramms entworfen, wobei die beiden Nockenwellen  über eine Steuerkette direkt von der Kurbelwelle angetrieben wurden.


Je nach Einsatzzweck konnte der Motor mit verschiedenen Verdichtungsverhältnissen ausgestattet werden.Für Speedway verwendete man eine Verdichtung von 13:1 bis 13,5:1 ,während für die Langbahn 12,5:1 und für Eisrennen gar bis zu 15:1 verdichtet wurde.Der Zündzeitpunkt wurde auf 37° Grad vor O.T.eingestellt.
Insgesamt sind vom TIMA-Motor nur 8 bis 12 Exemplare hergestellt worden, deren Verbleib, bis auf zwei in Finnland befindlichen Motoren,  nicht bekannt ist.Markku Helminen setzte den Motor mit Beginn der 1977er Saison in der britischen Liga ein.Das der Motor nicht den erhofften Durchbruch schaffte, lag unter anderen daran, das dieser auf einem Absorptions-Schalldämpfer abgestimmt war, die Liga- Promoter aber einheitlich die neuen Reflexionsschalldämpfer vorschrieben, wie sie bei den damals neuen Vierventiltriebwerken von WESLAKE verwendet wurden.Sicherlich ein Grund mit, das Helminen nach Saisonende England verließ und nach Finnland zurückkehrte, wo er noch bis 1980 für das Team von Lepokat in Lahti startete. 

 Timo Sinkkonen als aktiver Fahrer , hier 1981 in Deventer

Ein besonderer Dank geht an Harry Lathi und Bennie Ludolphy, die durch die Zurverfügungstellung von Bild und Textmaterial zu dieser Story beitrugen.

Hier ist der in Englisch gehaltene Bericht von Harry Lahti zu lesen

The TIMA story

  • This information I have got from Markku Helminen, one of the two engine builders behind the TIMA speedway engines. The other person was the late Timo Sinkkonen, enthusiastic home made engine and bike builder. Markku Helminen is by education automotive engineer, B.Sc.
    The year was 1976, when the two friends from Finland decided to build a competitive speedway engine. Helminen was riding for Leicester in the British League, today called the Premier League.
    The engine was basically a Jawa pushrod engine, but with a number of alterations. The cylinder barrel was original Jawa, but the aluminium cylinder was cast at Valmet’s works in Tampere. The piston came from Cosworth. The cylinder head was of own design, and so were the camshafts. They were designed with computer aided calculation programs. Valve springs were also made by Cosworth. The compression ratio was 13:1---13,5:1 for speedway, 12,5:1 for long track and 15:1 for ice racing. Ignition advance was typically 37°BTDC.
    There were some 8---12 engines built, and at least one still exists, in Finland.
    Well, was the engine competitive? Helminen introduced the engine at the start of 1977 British Speedway League season. This year exhaust silencers became compulsory, and the league / promoter provided the teams with uniform silencers, which were baffle type silencers, not absorption type as used by Jawa and TIMA. Both these engines were designed for absorption type silencers, and consequently did not work efficiently with this odd silencer. Only the Weslake engine was designed for the baffle type silencer. This forced all non-Weslake riders to switch to Weslake if they wanted to be competitive. It is clear that the JAWA riders were upset about this new rule. 1977 became Helminen’s last year in the League, when he decided to retire. His last season in Finland was 1980, when he was team captain for Lepakot from the town of Lahti. So 1977 became the rise and fall for the TIMA engine.

Harry Lahti

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