NSU

NSU-4

Bei dieser 250er NSU- Grasbahn- maschine handelt es sich um ein Einzelstück, das   von Hans Wilke aus Hamm in zweijähriger Bauzeit zwischen 1956 und 1958 selbst konstruiert wurde. Hans Wilke,der von  1952 bis 1963 insgesamt 11 Jahre aktiver Bahnfahrer war, hatte  dabei besonders die Repara- turfreundlichkeit der Konstruktion  im Auge.So können fast alle Schrauben mit einem einzigen Imbus- Schlüsselsatz gelöst werden. Im Einsatz war die Maschine dann auf vielen Deutschen Grasbahnen von 1958 bis 1963


NSU-2

NSU-Max Spezial-Motor von 1954. Für den Langbahneinsatz wurde er auf Methanol umgestellt. Er ist mit dem serienmäßigen Viergang- Getriebe ausgestattet. Die oben- liegende Nockenwelle wurde über zwei Schubstangen angetrieben. Die zwei mit Haarnadelfedern versehenen Ventile wur- den über Kipphebel betätigt. Der Motor galt als er 1952 vorgestellt wurde, als der stärkste 250er der Welt.

  Technische Daten
Bohrung/Hub        : 69 x 66 mm 
Hubraum              : 247 ccm 
Leistung                : ca.40 PS am
Schmierung           : Trockensumpf 
Vergaser               : BING A2J   
Zündung                :Batteriezündung
Kupplung               :Mehrscheiben
                               -Trockenkupplung


Eine WEPO-  NSU-Max von 1953 die von Werner Post aus Drensteinfurt in den Jahren 1962 bis 1970 eingesetzt wurde. Der Rahmen ist ein WEPO-Eigenbau

Prinzip der NSU-Schubstangen- Motor- Steuerung wie sie beim Max-Spezial verwendet wurde

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Konec-2Um wohl eine der spektakulärsten Motorumbauten handelt es sich bei dieser 250er NSU ,was aber einmal mehr den Erfindergeist der Rennfahrer in der damaligen DDR zeigt. Vom Ausgangsprodukt , einer 250  ccm NSU war am Ende nur noch das Motor- gehäuse und der Zylinderkopf übrig und auch das war bereits abgeändert. Das Gehäusehauptlager wurde aufgebohrt und mit ESO-Lagern versehen. Die Hubscheiben der Kurbelwelle stammen vom  JAWA 350 und das oben Nadelgelagerte Pleuel aus einem Wartburg 353. Der Zylinder ist ein AWO und der Kolben wurde aus einem Mahle- Rohling selbst hergestellt und danach schleifen lassen. Das Ganze wurde mit einer 12 Volt Batteriezündung und einem 28er Bing- Vergaser versehen. Für die Ölversorgung wurde eine ESO-Frischölpumpe verwendet. Am Ende lag die Motorleistung bei ca.40 PS.
Die Umbauten wurden von Manfred Wiedemann aus Großräschen vorgenommen, der immer noch den Bahnrekord auf der 500 m Sandbahn in Senftenberg hält. Später kaufte Norbert Koniecny das Motorrad und gewann damit gleich sein erstes Rennen beim Hans Tätsch in Leipzig 1979. Zum letzten mal war das Motorrad 1983 auf dem Teterower Bergring im Einsatz und befindet sich heute wieder in den Besitz von Manfred Wiedemann.
Konec-4

NSU-5

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