JP-Zweigang-Getriebe

Nach über einjähriger Recherche und unter Mithilfe von Erwin Metzger und Franz-Peter Bär ist es nun endlich gelungen, Licht in das Geheimnis um den DROTT-Nachbau mit den Initialien JP zu bringen.JP steht dabei für Josef Pfanner, den Inhaber eines Zerspanungsbetriebes aus Grafing bei München, der auf Anregung von Fred Aberl , zwischen 1968 und 1971 ca.50 Stück von diesem Zweiganggetriebe mit Fußschaltung herstellte. Josef Pfanner bestritt bis 1969 selbst Gespannrennen mit einer BMW und auch einen JAP 500. Beifahrer war zunächst ein Herr Koller und später Volker Aumüller, dessen Bruder bei Georg Mößmer im Boot unterwegs war.

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JPgetriebe

JP-3JP-1Der Grund für diese Eigenkonstruktion ist dabei in der Produktionseinstellung der Stockholmer Firma Drott zu sehen,die zu dieser Zeit Marktführer bei den Bahngetrieben war. Daher passen auch alle Drott Innenteile  in das JP-Getriebegehäuse, das mit zwei verschiedenen 1.-Gang Abläufen gefertigt wurde. Dabei war die eine Version für Solo-Langbahn und die andere für Solo-Eisspeedway konstruiert worden. Gegenüber dem Orginal-Drott Getriebe wurden hier alle Laufräder sehr Leicht gehalten, wodurch das Gesamtgewicht auf ca.3,5 kg reduziert werden konnte. Eine Gespann-Version wurde nicht gefertigt, weshalb Pfanner selbst ein verbessertes Hurth-Getriebe in seinem BMW-Gespann einsetzte,welches über einem Winkeltrieb an den Motor angeflanscht war und so das Serien- mäßige BMW-Getriebe überbrückte. Im Eisspeedway wurde das Getriebe unter anderen von Rainer Scherzl jun. eingesetzt und ist heute noch in der Langbahn-Oldie-Serie bei Wolfgang Barth, dem Bruder des amtierenden Weltmeisters, zu sehen

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Info Hurth

Die Hurth-Gruppe,die unter anderen ein Werk in Gotha besitzt,wo bis vor einigen Jahren auch Zweiradgetriebe gefertigt wurden,gehört seit 1995  zum Friedrichshafener ZF-Konzern und produziert heute Antriebe für Bahntechnik,Flurförderfahrzeuge und Marine.


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