James Speedwaybikes

Es war schon etwas besonderes in den 1930er Jahren mit einer JAMES Speedwaymaschine Rennen zu bestreiten. James-EmblemVerfügte dieses Bike doch über einen 500 ccm OHV Zweizylinder V-Motor. Dieser speziell für Bahnrennen entwickelte  Twin garantierte eine extreme Beschleunigung sowie eine hohe Endgeschwindigkeit. Charakteristisch für diesen Motor war der vorn liegende Zündmagnet dessen Antriebskette von einem Aluminiumschacht geschützt wurde. Die erste von JAMES gebaute Speedwaymaschine trug die Typenbezeichnung A10 und kam 1929 auf den Markt.  Der dreieckige Tank war zwischen den beiden oberen Rahmenrohren eingebaut. Er war beim 1929 er Modell  Cremefarben während der übrige Rahmen schwarz lackiert war. Ein einzelner BINK Vergaser versorgte beide Zylinder mit Kraftstoff. Einen Luftfilter gab es bei diesen Modell nicht, lediglich ein Drahtsieb  filterte grobe Partikel aus der Ansaugluft.  Durch den Doppelrohrrahmen und zusätzlichen unteren Verstärkungsrohren war die Maschine besonders verwindungssteif. Das nach hinten stark abfallende James-1obere Rahmenrohr ermöglichte dem Fahrer eine besonders niedrige Sitz- position. Vorn und hinten waren 27 Zoll Räder montiert, die mit DUNLOP Reifen der Größe 27 x 2.75 bestückt waren. Die Vordergabel im Spezial James-Design war besonders verstärkt worden und mit dem damals üblichen Reib-Lenkungsdämpfer versehen. Eine von James designte Fußraste und der seinerzeit übliche Knee-hook waren weitere Details des außergewöhnlichen Speedwaybikes.  

James-2

JAMES B6 1930


James-6-1 James-7

Bereits 1930 kam ein Nachfolge Modell der A10 auf den Markt. Die Maschine hatte nun 28 Zoll Räder und gehörte zur Modellreihe B, die insgesamt 10 Modelle umfaßte, wobei die Speedwayausführung die Bezeichnung B6 trug. Es kam ein Wulstreifen aus Cordgewebe zum Einsatz der hinten von einem schmalen Kotflügel zur Hälfte abgedeckt wurde. Vorn gab es keine Radabdeckung so das der Schmutz lediglich von einem vor dem Motor angebrachten Schutzschild aus Drahtgeflecht  abgefangen wurde. Die Auspuffrohre waren nun beide an die Rechte Seite verlegt worden und mündeten bereits vor der Hinterachsnabe. Dieses Modell war das letzte jemals von James gebaute Speedwaymotorrad.

James-A10

Katalogseite des  1929er Modells A10

James-B6

Katalog des 1930er Modells B6


James-2-Zyl.

Der 500 ccm JAMES OHV Super-Sports Twin Zweizylinder V- Motor wurde speziell für die Speedwaybikes  in den Jahren 1929 und 1930 entwickelt. Später gab es auch eine 749 ccm Straßenversion. Die über Kipphebel betätigten Ventile lagen völlig frei, lediglich die Enden der Stoßstangen waren mit mit Aludeckeln vor Schmutz geschützt.  Bei den Fahrern besonders beliebt war die von JAMES entwickelte Ganzmetall Mehrscheibenkupplung deren Scheiben abwechselnd aus Bronze und Stahl bestanden. Ein einzelner BINK Vergaser mit seitlicher Schwimmerkammer, der zwischen den Zylindern angebracht war,  versorgte beide Zylinder mit Kraftstoff. Das 1930er Modell besaß zwei einzelne Vergaser die synchron betätigt wurden.  Bei einem Bohrung/ Hub Verhältnis von 66 x 77,5 mm ergab sich ein Gesamthubraum von 498,6 ccm. Die Ölversorgung erfolgte über eine rechts  außen angebrachte, von James patentierte,  mechanische Ölpumpe die direkt von der Kurbelwelle angetrieben wurde.


James-Carb-II James-Twin-carbs

Die B6 Version von 1930 war mit zwei Vergasern mit seitlicher Kammer ausgestattet. Auch war hier unterhalb der beiden Vergaser jeweils  ein geschlossener Luftfilter montiert.

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