Hagon Fahrgestelle

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Orginal HAGON Fahrgestell mit Original Hagon Stoßdämpfern hinten und Hagon Motorplatten. Die Maschine wurde Ende der achtziger Jahre gebaut und ist mit einem von Harke Slager getunten JAWA-Motor bestückt. Gefahren wurde sie vom Niederländer Rommert Velda und ist nun im Besitz von Roel Geersing aus Hoogkerk der sie mühevoll restauriert hat.

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 Josef Goldbrunners Hagon-Jap für die Veteranen-Longtrack-Serie 2010

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Im Jahre 1958 begann Alf Hagon  Fahrgestelle für Grasbahn und Speedwaybikes zu bauen, die in den nächsten Jahrzehnten das Bild auf Europas Rennbahnen prägen sollten. In seiner insgesamt 12 jährigen Bahnfahrerkarriere in der er 10 Nationale Meistertitel in verschie- denen Hubraumklassen erreichte, sammelte er reichlich praktische Erfahrungen im Rahmenbau die ihm fortan zur ersten Anlaufstelle für Spitzenfahrer aus ganz Europa werden ließ. Der 1932 geborene Ingenieur Alf Hagon begann 1947 mit Grasbahnrennen  auf einer New- Imperial Rudge, die er aber schon bald gegen eine BSA mit 350 ccm und 500 ccm JAP- Motoren aus- tauschte. Hagon stellte aber schnell fest, das das BSA Fahrgestell für die Grasbahn viel zu schwer und unhandlich war und so entwickelte er zusammen mit Tom Kirby ein leichtes, vollge- federtes Fahrgestell für seine JAP- Motoren. Mit diesem Fahrgestell konnte Hagon in sechs aufeinander folgenden Jahren jeweils britischer Meister in der 350ccm Klasse werden. Fortan trugen alle von Hagon gefahrenen Bikes stets die Startnummer 350. Neben Grasbahnrennen bestritt Hagon auch Sprint, Moto Cross und Strassenrennen.

Im Jahre 1950 nahm er sogar am berühmten TT- Rennen auf der Insel Man teil. Sein 1958 eröffnetes Geschäft errichtete er auf dem Grundstück hinter seinem Elternhaus an der High Road Leyton in Ost-London. Auf seinen Fahrgestellen, die in über zwanzig Ländern exportiert wurden , gewann nicht nur Egon Müller seine Weltmeistertitel. Hagon selbst konzentrierte sich ab 1964 auf Drag-Racing, die er natürlich auf selbstgebauten Fahrgestellen bestritt. Die ersten Jahren blieb hier allerdings der Erfolg aus, was Hagon aber nur noch mehr anspornte all seine Energie in die Weiterentwicklung seiner Bikes zu stecken. So experimentierte er unter anderen mit verschiedenen Nocken und einer Kraftstoff Direkteinspritzung. Für das Jahr 1965 baute er ein neues Hagon-Bike-lks1Dragbike mit einen 1260 ccm V-2 Jap Motor den er mit einem Kompressor versah. Im Sommer 1967 unterbot Hagon in Duxford als erster Fahrer der Welt überhaupt die 10 Sekunden Marke für die Viertelmeile. Ein Jahr später dann stellt Hagon beim Meeting auf dem Luftwaffenstützpunkt in Hornington in Suffolk im dritten Versuch mit 206,54 Meilen einen  neuen Geschwindigkeits- weltrekord für die fliegende Meile auf. Nach einer Siegesserie von 28 Rennen in den er ungeschlagen blieb, beschloss Hagon 1969 sich vom Rennsport zurückzuziehen um sich nur noch seinem Geschäft zu widmen. Hagon´s Weltre- kordmaschine wurde nach Australien verkauft, befindet sich heute aber wieder in den Besitz von Alf Hagon, weil der Käufer damit nicht zu recht kam. Als 1985 Hagon`s längjähriger Stoßdämpferlieferant Girling Shocks die Produktion einstellte kaufte Hagon die Produktionsanlagen und stellt nun in einer modernen Fabrik in Hennegau in Essex die weltberühmten HAGON Shocks her, die heute bei vielen Motorradherstellern zur Erstausrüstung gehören. Alf Hagon hat seine Firma längst an seinen Sohn Martin übergeben und lebt heute auf seiner Farm in Essex wo er sich die Zeit unter anderen mit Tontaubenschießen vertreibt, wozu er sich regelmäßig mit Martin Tatum, den Vater des Ex- Langbahnwelt- meisters trifft. Martin Hagon war in seiner kurzen Bahnsportkarriere ebenfalls  sehr erfolgreich. So konnte er 1984 Grasbahneuropameister in Eenrum werden und belegte bei der Langbahn-WM 1987 in Mühldorf den 4. Platz. Heute ist Hagon Sponsor von verschiedenen britischen Clubs  und unterhielt lange Zeit ein Team im Speedway-GP.


Hagon-Junior

Der heutige Firmeninhaber Martin Hagon Anfang der siebziger Jahre auf einem Hagon Juniorbike mit SUZUKI Motor

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Hagon-Portrait

Martin Hagon 1987 beim Langbahn Weltfinale in Mühldorf. Hagon, der als einzigster Fahrer bei diesem Rennen einen liegend einbauten Godden-Motor an den Start brachte, lag vor dem Finallauf noch  mit Karl Maier punktgleich an der Spitze , verhaute in diesem aber den Start total und wurde am Ende weit unter Wert geschlagen vierter der Langbahn-WM 1987.


Hagon-Shop

 Hagon´s Bahnsportgeschäft an der High Road in London

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 Langbahnmaschine mit Hedlund-Motor


Hagon-Sanracer

Hagon-Sandracer von 1969 welcher für die langen Kontinentalen Bahnen ausgelegt war. Durch ein 22” Hinterrad hatte man hier besonders viel Traktion.

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Für die Bastler mit schmalem Geldbeutel die ihre Rahmen selber bauen bot Hagon einen Bausatz mit den wichtigsten Komponenten an.


HAGON Juniorbikes

Neben den normalen Speedway und Grasbahnbikes legte Hagon immer großen Wert darauf auch jugendlichen Nachwuchsfahrern preisgünstige und konkurrenzfähige Einsteigermodelle anzubieten. So baute er für jeden der mit einem Motor in seiner Werkstatt kam das passende Fahrgestell dazu.

Hagon-Juniorbikes

HAGON Juniorbike mit CZ-2 Takt-Motor

Auch ein Husqvarna -Motor wurde verbaut


Hagon-Puch

Ein Juniorbike mit 125 ccm PUCH- Motor , bei dem die Kids je nach Körpergröße hinten ein 17”, 18” , 19” oder 22” Hinterrad verwenden konnten.

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Hier ein 125 ccm Hondamotor ,der mit einem 198 ccm Umbaukit ver- sehen wurde.


 HAGON BSA

Hagon-BSA

Die Fahrgestelle für die BSA Motoren hatten oben ein besonders großvolumiges Rahmenrohr mit integrierten Öltank. Das Gewicht mit Öl und vollen Tank betrug  88,4 kg. Bei den Motoren hatte man die Wahl zwischen dem BSA - C15 (250ccm), dem BSA-B40 (350ccm) und dem BSA-Victor oder Barracuda mit 440 ccm.Das Hinterrad hatte 19” Durchmesser und Vorn 21” 

HAGON JAP Grasbahnmaschine

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Die Hagon Jap Grasbahnmaschine konnte mit 350 ccm und mit 500 ccm geliefert werden. Hier ist die Maschine mit einem 350er Motor mit um den Rahmen nach links verlegten Auspuff  bestückt. Bei den Getrieben konnte man zwischen einem ALBION oder einem AMC wählen. Neu war damals auch der im Rahmen befindliche Öltank.


HAGON Speedway Springer

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Hagon Speedwaybike mit Jawa-Motor 1970

Hagon-Springer

Hagon Speedway Springerbike mit Conversions-Kit

Hagon-Springer-Kit

Mit dem links zu sehenden Umbaukit konnte man aus dem Hagon Speedwaybike (oben links) in kürzester Zeit ein Langbahnbike bauen. Die Motorplatten waren dabei für JAP oder Jawa Motoren erhältlich. Außerdem konnte man noch zwischen einem 19” oder 22 Zoll Hinterrad mit BARUM oder DUNLOP Bereifung wählen. Der Radstand beim Speedway- bike betrug 52” (1320 mm) und das Gesamtgewicht 81,6 kg. Bei der Rahmenfarbe hatte man die Wahl zwischen Hagon blau und einer grauen Hammerschlag Einbrennlackierung. Der Kraftstofftank in der für Hagon typischen Form war verchromt und fasste 2,5 Liter Methanol.


HAGON Grass Track Sidecar

Hagon-Sidecar

Hagon Grasbahn Gespann mit Alu Monocoque und Leichtmetallrädern. Diese Gespanne mit Linksbei- wagen ähnelten sehr den  auch bei Hagon erhält- lichen Crossgespannen und konnten mit verschie- denen Motor-Getriebekomponenten bestückt werden. Neben Weslake und Norton Motoren bot Hagon das Gespann auch mit 650 ccm, 725 ccm und 844 ccm YAMAHA Motoren an. Außerdem verfügte das Gespann an Vorder und Hinterrad über eine Scheibenbremse mit 23 Zentimetern Durchmesser. Der Lenkwinkel betrug 60° und das Gewicht mit YAMAHA-Motor lag dank Leichtbauweise bei nur  180 Kg.


Hagon Dragster

Hagon-dragster

Alf Hagons Weltrekord JAP-Dragster mit dem er über eine 1 Kilometer lange Sprintstrecke aus dem Stand eine Geschwin- digkeit von 206 Meilen pro Stunde erreichte. Eine solche Komplettmaschine mit 1260 ccm JAP-V2-Motor konnte man später als Replica bei Hagon bestellen. In den Hagon Katalogen wurden stets auch Dragster Fahrgestelle und Ersatzteile angeboten.

Hagon-Kataloge

      Hagon Kataloge aus den siebziger Jahren


Hagon-Olsen-JAP

Ole Olsen (DK) , Langbahnwelt- meister 1973 auf HAGON-JAP

Hagon-Gabel

HAGON Vordergabel mit Hydraulikdämpfern

Hagon-Gearbox

HAGON 3-Ganggetriebe für Grasbahn und Dragracing


Hagon-LTR

HAGON-LTR mit WESLAKE DOHC-Motor aus den acht- ziger Jahren

Hagon-Weslake

Hagon Speedway und Langbahnbike mit Weslake Motorenund Fieberglas Verkleidungen

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Vielen Dank an Koos Meijer und Bennie Ludolphy für die zur Verfügungstellung des Katalog und Infomaterials


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