GMT-Motor

Georg Mössmer aus Trauchgau konstruierte im Winter 1971/72 diesen interessanten Zylinderkopf mit zwei obenliegenden Nockenwellen und Tassenstößeln. Dabei fräste Mössmer bei einem JAWA S45 OHC-Zweiventil-Motor, das komplette Kipphebelgehäuse ab und versah das ganze mit zwei selbst- konstruierten Nockenwellengehäusen mit Tassenstößeln,wobei die Alugehäuse auf dem abgefrästen Zylinderkopf, im Anstellwinkel der Ventile, angeschweißt wurden. Das in Fahrtrichtung vordere Gehäuse beherbergte den Zündunterbrecher

GMT-1

Ein Aludeckel schützt das Steuer- gehäuse vor eindringenden Schmutz

GMT-2

GMT-Motor von der Antriebs- seite her gesehen


Der Antrieb der Nockenwellen erfolgt mittels einer Kette, die über ein Zwischenrad von der  Kurbelwelle angetrieben wird. Die beiden Nockenwellenritzel haben jeweils 17 Zähne. Über eine von außen Verstellbare, federbelastete Vorrichtung, kann die Kettenspannung eingestellt werden

GMT-4

Zur Prüfung des Ventilspiels ist im Nockenwellengehäuse ein kreisrun- des Loch mit einem Verschluß- deckel angebracht. Zum Einstellen des Ventilspiels, mußte allerdings die Nockenwelle demontiert werden. Tassenstößel und Ausgleichschei- ben stammen dabei vom Alfasud.             


GMT-5

Eingebaut wurde der Motor schlieslich in Georg Mössmers Schwenkergespann mit dem er, bis zum  Schwenkerverbot, im Jahre 1973, unterwegs war. Danach wurde der Motor am Augsburger Fritz Kring verkauft, der ihm noch drei weitere Jahre in einem Gespann mit starren Beiwagen einsetzte. Heute befindet sich der Motor wieder in der Sammlung von Georg Mössmer in Trauchgau

Georg Mössmer und Beifahrer Wolfgang Aumüller mit dem selbstkonstruierten Schwenkergespann in Aktion

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