Kneeler-Gespann

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Als 1999 die strengen Bauvorschriften für Bahngespanne geändert wurden und auch wieder Mehr- zylindergespanne bis 750 ccm zugelassen wurden,entdeckte Harald Mössmer, aus Trauchgau im Allgäu,eine Gesetzeslücke.Denn nirgendwo steht geschrieben, welche absolute Länge ein Gespann haben darf. Also baute sich Mössmer ein Kneeler-Gespann ,in dessen Rahmen er einen HONDA- Motor setzte. Kneeler- Gespanne,sind im Strassenrennsport bereits seit vielen Jahren im Einsatz und ermöglichen dem Fahrer eine völlig entspannte und Rückenschonende Körperhaltung. Hatte doch ein Rückenleiden die damalige erfolgreiche Seitenwagen-Karriere Harald Mössmers beendet. Zusammen mit einem Rückenspezialisten wurde die ideale Sitz-bzw. Knie-Position ermittelt und genau auf die Körpergröße des Piloten abgestimmt.

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Während Fahrer von herkömmlichen Ge- spannen nach vier Rennrunden, bedingt durch die gekrümmte Körperhaltung und den durch Bahnunebenheiten  hervor- gerufenen, Stößen und Schlägen auf die Bandscheibe, ihren Rücken kaum noch spüren, kann der Kneeler-Gespannpilot sogar noch während des Rennens eine Hand vom Lenker nehmen und ein Visier abreißen, ohne die sichere Beherrschung des Gespanns zu beeinträchtigen. Als Harald Mössmer Anfang der Saison 2000 mit seinem Gespann am Start erschien, sorgte dieses erstmal für ungläubiges 

Staunen und mancher fragte sich, ob dieses Gespann dem Technischen Regelement entspräche. Und obwohl, vier von fünf, Abnahmekommissaren die Regelkonformität des Gespanns bestätigten, wurden Mössmer, von einem Kommissar, mit immer neuen Begründungen weitere Starts untersagt. Ganz aufgegeben hat Harald Mössmer den Traum mit diesen Gespann weitere Rennen zu bestreiten jedoch noch nicht.So hat er inzwischen einige Änderungen am Gespann vorgenommen und jetzt einen 650 ccm SUZUKI  Zweizylinder- Motor eingebaut, da der Honda Motorschaden hatte.

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Der SUZUKI  SV 650 Motor mit zwei V-förmig angeordneten Zylindern und inte- grierten 6-Gang -Getriebe. Das Gewicht dieses Motors beträgt 55 kg. Nicht ganz zufrieden ist Mössmer im Moment mit den Serienmäßigen Vergasern, da diese, wegen des Unterdruckbetätigten Gasschiebers, nur verzögert Gas annehmen, was bei Bahnrennen natürlich inakzeptabel ist.

Hier gut zu erkennen, die Knieschalen und die Sitzposition vorm Motor. Der Wasserkühler, für den Suzuki-SV 650 Motor, wurde flach, in den Gitterrohrrahmen eingebaut und wird von zwei Lüftermotoren mit Frischluft versorgt. Die Gesamtlänge des Gespanns beträgt 282 cm bei einem Radstand von 212 Zentimetern. Das Gesamtgewicht des Gespanns, dessen Rahmen aus ST 37 Stahl-Rechteckrohren im WIG- Verfahren zusammengeschweißt wurde, beträgt 147 kg. Der Lenkkopf weist einen Winkel von 60° auf.

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SIMSON-Gespanne

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 97 ccm Gespann der Brüder Wipper

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Vor ein paar Jahren, haben sich einige Freunde des DDR-Kult- Mopeds SIMSON zusammengetan um diese Geräte im Renntrimm zu bewegen. Die Piloten, die haupt- sächlich aus dem Boden- seeraum kommen, haben viel Arbeit und Freizeit in der Herrichtung ihrer Renngeräte gesteckt, dessen Ergebnisse sich durchaus sehen lassen können. Mittlerweile werden verschiedene Wett- bewerbe wie Grasbahnrennen, Hillclimbing und sogar  Eisrennen um den sogenannten SIMSON- CUP ausgetragen. Bei den Veranstaltungen sind auch schon mal die Weltmeister Barth oder Riss mit am Start.
Gefahren wird in drei verschiedenen Klassen: Klasse 1 - Solo- Mopeds mit max. 55 ccm  

Klasse 2 -Nostalgie mit Orginal Motor und                             Vergaser                    
Klasse 3 - Seitenwagen bis max.105 ccm

Wer Interesse hat, einmal ein solches Rennen zu besuchen oder mehr über die  Technik  der SIMSON- Motoren zu erfahren, der sollte einmal die Homepage des SIMSON-Team-Vogt  besuchen.

Bild:
H.Steinkemper

Bild:E.Metzger

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