GODDEN

BildDon Vincent Godden war mehr als 25 Jahre aktiver Bahnfahrer und das hauptsächlich auf der Grasbahn. 1969 wurde er Europameister , nachdem er in den beiden Vorjahren jeweils zweiter geworden war. Darüber hinaus errang er insgesamt 13 britische Meistertitel. Am 1.August 1976 schraubte er den Bahnrekord in Cloppenburg auf 130,52 km/h und war damit Inhaber des inoffiziellen Grasbahnweltrekords.1978 hängte Don Godden den Stahlschuh an den Nagel und betreibt seitdem professionell Motortuning. Bereits ein Jahr später, 1979, brachte er einen eigenen Motor auf den Markt, der sehr schnell erfolgreich wurde. Karl Maier war der erste Fahrer der den Godden-Motor 1980 und 82 zu Weltmeisterehren verhalf. Auch der Amerikaner Shawn Moran errang 1983 im Tschechischen Marienbad, trotz gebrochenen Bein auf einem Godden-Motor die WM. Später war der 21-fache Weltmeister Hans Nielsen aus Dänemark der absolute Star, der den Status eines Godden Werksfahrers innehatte. Godden hatte sich schon während seiner aktiven Zeit einen Namen als Tuner und Hersteller von Fahrgestellen gemacht und Vertrieb allerlei Bahnsportzubehör. Schon lange arbeitete er mit Harry Weslake und  den JAWA-Werken zusammen. So war es auch nicht verwunderlich, das sein erster Motor in jeden Rahmen von Jawa und Weslake eingebaut werden konnte und auch Zündanlage und Auspuff von besagten Bikes verwendet werden konnten. Godden legte immer Wert auf Reparaturfreundlichkeit. Bei seinem Motoren verzichtet er auf Zwischenräder und überträgt die Kraft von der Kurbelwelle  direkt mittels einer IWIS-Kette auf die obenliegende Nockenwelle. Das Zahnrad auf der Kurbelwelle hat 17 Zähne und das Rad der Nockenwelle 34 Zähne. Die Ölpumpe wurde von der Kurbelwelle angetrieben und die Lucas-Zündkontakte über eine zusätzlichen kleinen Nocken an der rechten Seite der Nockenwelle. Das Motorgehäuse wurde aus LM 25 einem besonders harten Aluminium mit geringer Wärmeausdehnung gefertigt. Beim Pleuel kann der Käufer zwischen Stahl und Aluminium wählen. Auch der Zylinder ist aus LM25 mit eingesetzter Gußeisener Laufbuchse gegossen. Verschiedene OMEGA-geschmiedete Kolben erlauben eine Verdichtung von 13:1 bis 15:1. Standardmaße bei Bohrung und Hub sind 85,5 mm x 86 mm wobei drei Übermaße vorgesehen sind. Die Nadelgelagerten Rollenkipphebel erlauben einen Ventilhub Bildvon 9,5 mm. Die Schmierung war als Verlustschmierung mit Schneckenpumpe ausgelegt, wobei das Öl durch eine Öffnung im Kurbelgehäuse einfach ins freie abfließt.
Oben:Hans Nielsens Godden MK2 Speedwaybike 1981   


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GODDEN MK5 im Speedwaybike

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Oberhalb der Kurbelwelle,das Loch zur OT-Ermittlung


   GODDEN MAX 1991

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Godden-Max von Martin Hagon in Celle 1991


Werdegang der Godden-Motoren

Alle Motoren haben 500ccm,4-Ventile und SOHC-Steuerung 
1979      : Urtyp des Godden 
1981      : MK1  
1983      : MK2   
1984      : MK3 
1985      : MK4 und MK5  
Hierbei handelt es sich jeweils nur um kleine Detailverbesserungen.
1986 kam zusätzlich der Godden Max Motor auf den Markt, der 2 Kilo leichter als der MK5  war und über eine neu kontruierte Ölpumpe sowie einen neuen Zylinderkopf mit veränderter Nockenwelle verfügte. Der Zündunterbrecher wurde von der Nockenwelle zur Kurbelwelle verlegt. Außerdem wurde die Ölkapazität erhöht. 29 kg betrug das Gewicht dieses Motors. Das Verdichtungsverhältnis beträgt für Speedway 12:1 und für Langbahn 14:1.Die Kolben sind aus Aluminium gefertigt und tragen zwei Kompressionsringe.Die Leistung gibt Godden mit 64 PS ab Kurbelwellenausgang an. Die Höchstdrehzahl beträgt 12000/min


GODDEN-MAGNUM

Goddenmagnum

Godden-Magnum von Marcel Gerhard 1992 in Werlte

Der Godden Magnum kam 1991 auf dem Markt.Er ist speziell für liegenden Einbau konstruiert und verfügt erstmals über eine Umlaufschmierung.Wahlweise wird er mit elektronischer Motoplat oder Kontaktzündung ausgeliefert. Der    Schweizer Marcel Gerhard gewann hiermit 1992 in Pfarrkirchen die Langbahn- Weltmeisterschaft Später fuhr auch der Argentinier Luis- Alberto Vallejos mit Godden- Motoren die vom Schweizer getunt wurden.
Später gab es auch eine Ausführung für stehenden Einbau mit modifizierten Kurbelgehäuse und geänderten Ölpumpenantrieb. Hiervon wurden ca. 180 Stück hergestellt.

 


Ähnlich wie zuvor schon Otto Lantenhammer mit einem Weslake, baute auch Don Godden eine Speedwaymaschine mit um 180° gedreht eingebauten Motor. Der jetzt sehr kurze, links angeordnete Auspuff,  konnte dadurch sehr kurz gehalten werden, was sich positiv auf die Leistung auswirkte.Primär-und Sekundärkette waren nun  auf der rechten Seite angebracht, was den Vorteil hatte, das der beim driften vom Vordermann hochgeschleuderte Dreck sich nicht in den Kettentrieb absetzten konnte. Leider kam auch dieser Prototyp nicht über die Testphase hinaus und verschwand alsbald in der Versenkung.

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Godden V-1000 Twin

Bereits 1987 brachte Don Godden diesen 1000 ccm Motor in V-Form herraus.Er war speziell für die in England beliebten 1000ccm Seitenwagen gedacht. Bei diesem  Motor sind zwei MK-5 Motoren   V-förmig in einem Gehäuse untergebracht. Wegen seiner ungeheuren Leistungsentfaltung fand der Motor alsbald auch in anderen Rennfahrzeugen Verwendung. Dieser Motor zum Beispiel ist in einem Strassen- Dragster- Eigenbau von Otto Bauer aus München eingebaut. Hauptverbreitungsgebiet dieses Motors sind heute die USA und Neuseeland.

Technische Daten

DOHC-Motor mit zweimal 4 Ventile Zylinder stehen im Winkel von 55°  
 Bohrung/Hub      : 95,5 x 96 mm 
Verdichtung        : 13,9 : 1 
Leistung : ? 
Gewicht : 45,5 kg
 


Godden-V2- in einem englischen 1000ccm Grasbahngespann


Godden-Kat-1
Godden-Kat-2 Godden-Kat-3-1-1 Godden-Kat-4
Godden-Kat-5 Godden-Kat-6-1-1 Godden-Kat-7 Godden-Kat-8

Godden Kataloge aus den 70er und 80er Jahren .Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag als PDF Datei erhältlich. 
Bei Interesse bitte eine kurze Mail und ich sende ihnen das Passwort zum öffnen der Datei.

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