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Horberth -Gespanne
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Der Bremer Fritz Horberth begann seine erfolgreiche Motorsportkarriere im Jahre 1950 als Solofahrer, wobei er sowohl bei Sand-und Grasbahn als auch bei Straßenrennen, meistens mit einer 250ccm NSU- OSL , an den Start ging.
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1957 ging Fritz Horberth erstmals in der Gespann- klasse an den Start.Mit einem von Dieter Schicke gebauten, “Gartenstuhl” genannten, Linksgespann mit Seitenwagen- radantrieb fuhr er von Anfang an meistens vornweg, was die Konkurrenz natürlich gar nicht lustig fand, da sie einen doppelten Strahl abbekam. Um in den Kurven ein geradeausdriften des Gespanns zu ver- hindern, war der Seitenwagenradantrieb mit einem Freilauf versehen. Die Erfolge des Fritz Horberth waren auf seine penible Vorbereitung zurückzuführen .So waren Zettel und Bleistift sein wichtigstes
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Werkzeug, denn die richtige Übersetzung war für ihm das A und O. Schon damals zog er bei seinen Überlegungen für die richtige Übersetzung die Beschaffenheit der Bahn, die Witterungsverhältnisse u.s.w. mit ein.Alles Sachen die seinerzeit noch lange nicht selbstverständlich waren
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Klappstuhl mit Linksbeiwagen 1958 - 1964 Von 1958 bis 1964 fuhr Horberth mit dem “Klappstuhl”-Gespann, wobei es sich um ein Links- Gespann ohne Schwenkeinrichtung handelte, dessen Prinzip nicht wie häufig vermutet von Fritz erfunden wurde, sondern (meißt erfolglos) bereits im Strassenrennsport ausprobiert wurde.
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Der von Horberth gebaute Klappstuhl war eine Eigenkonstruktion, mit den seiner Meinung nach, opti- malsten Fahreigenschaften für den Bahnsport. Dabei sollten die Fahreigenschaften denen einer Solo- maschine gleichen wobei der Schmiermaxe fast passiv im Seitenwagen saß. Anders als beim Schwenker, brauchte er hier weder durch Kurbeln noch durch Gewichtsverlagerung Einfluß auf die Kurvenfahrt nehmen. Der Fahrer allein entschied welche Spur er fahren wollte, oder ob er innen oder außen überholen wollte.Es bedurfte keiner Absprache oder sonstiger Zeichen. Die wichtigste Aufgabe des Beifahrers war es, sich so klein wie möglich zu machen und nicht mit seinen Körper die Schräglage der Maschine vorzeitig zu begrenzen.
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Klappstuhl-Gespann mit Rechts-Beiwagen 1965
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Klappstuhl Neubau nach Karriereende 1984
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Fritz Horberth mit Peter Ernst 1984 in Osnabrück
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Inspiriert durch Nostalgie und Oldierennen, wollte Fritz Horberth mit Dieter Schicke 1983 wieder einen Klappstuhl bauen, was dieser allerdings aus Zeitgründen ablehnen mußte.Da Fritz aber von Peter Ernst wusste, das dieser auch über das erforderliche Geschick und handwerkliche Können und zudem noch über passende Räumlichkeiten verfügte, war es nun an ihm nach Horberths Anweisungen und Ideen einen neuen Klappstuhl zu bauen.Unter anderen sollte das Seitenwagenrad im Verhältnis zur Schräglage des Motorrades über ein Gestänge mitlenken und über eine im Seitenwagenrad integrierte Federung ver- fügen, was allerdings nach Testfahrten wieder verworfen wurde.So entstand innerhalb von nur 4 Mona- ten ein völlig neuer Klappstuhl für dessen Antrieb Peter Ernst seinen 500 ccm Jap zur Verfügung stellte.
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Auszeichnung mit dem Silbernen Lorbeerblatt des DMV 1964 in Scheessel
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Fritz Horberth errang in seiner insgesamt 15 Jahre währenden Karriere bei 300 Starts insgesamt 262 Siege, sowie diverse zweite und dritte Plätze. Außerdem war er stets Gau-und Landesmeister im Gau Weser-Ems.In der 1964 erstmals ausgetragenen Nord-und Westdeutschen Bahnmeisterschaft trug er sich als erster in der Siegerliste ein. Nach Beendigung seiner Laufbahn wurde ihm als große Anerkennung für seine Verdienste im Motorradsport, das große Sportabzeichen mit Brillanten verliehen. Am 8. September 1992 verstarb Fritz Horberth.
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Mein besonderer Dank an Herbert Linne, Dieter Schicke,Willehard Osburg und Peter Ernst die durch die Zurverfügungstellung von Text und Bildmaterial zum entstehen dieser Story beigetragen haben.
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